Slow Food ist eine internationale non-profit Organisation, die 1989 gegründet wurde, um Fast Food und Fast Life entgegenzutreten. Dabei bewegt sich Slow Food an den Schnittstellen zwischen Ökologie, Gastronomie, Ethik und Genuss.
Slow Food tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, geschmacklich und gesundheitlich einwandfrei Nahrung, die auf saubere Art hergestellt wird – ohne Zusatzstoffe und ohne Schaden an Natur und Tier anzurichten, eine faire Entlohnung der Lebensmittelerzeuger… und natürlich für Essen das schmeckt!

Für Slow Food ist Essen untrennbar mit Politik, Landwirtschaft und Umwelt verknüpft. Deshalb engagiert sich Slow Food im kritischen Dialog mit Verbrauchern, Produzenten und Entscheidungsträgern, organisiert dazu Veranstaltungen und betreibt Sinnes- und Geschmacksbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Für weitere Informationen über Slow Food und ihre Projekte findet ihr auch der Website.

Was macht das SFYN?

Die SFYN vereint Gruppen aktiver, junger Slow Food Mitglieder von überall auf der Welt in einem internationalen Netzwerk. Die Idee einer Slow Food Jugendbewegung entstand auf dem Internationalen Kongress 2007 in Mexiko, wo sich Vertreter von Jugendinitiativen aus der ganzen Welt zusammen fanden. Die lokalen Gruppen organisieren eigentständig origienelle und aufrüttelnde Veranstaltungen, die darauf abzielen, das Bewusstsein für Nahrungsmittelprobleme zu wecken  und Wege zu zeigen aktiv zu werden. SFYN fördert die Zusammenarbeit zwischen den lokalen Gruppen, erleichtert den Austausch von Wissen und Ideen und kämpft international. So werden die Kräfte der jungen Nahrungsmittelaktivisten aus der ganzen Welt vereint!

Hier ist das Slow Food Youth Network:

Was für Events? Also, zu Beispiel

SchnippelDisko / DiscoSoupe

Der einzige Club, wo du ein Messer mitbringen musst! Im Januar 2012 veranstaltet Slow Food Youth Deutschland die erste Schnippeldisko in Berlin. Einige hundert Leute trafen sich, um der sinnlosen Verschwendung aussortierter Lebensmittel entgegenzuwirken und eine Protestsuppe zu zubereiten. 6 Jahre später hat die Botschaft sich weit über die Landeshauptstadt hinaus, in die Welt verbreitet. Disco Soups, Disco Xepa, Disco Veggies sind seither in mehr als 20 Ländern, von Südkorea bis São Paolo, von Irland bis Nairobi, veranstaltet worden. Viele Menschen schnippeln und essen bei guter Musik und guter Laune kiloweise nicht marktfähiges, vor der Tonne gerettetes Gemüse und Obst.

Eat-in

Ein Eat-In ist eine kulinarische Protes(s)taktion im öffentlichen Raum. Unser Ziel ist es, die Kultur des gemeinsamen Essens wiederzubeleben. In unserer heutigen Gesellschaft bleibt die Wertschätzung für Dinge wie gemeinsames Kochen und Essen nämlich allzu oft auf der Strecke. Der gemeinsame Esstisch als Ort des Austausches und der Kommunikation ist vom Aussterben bedroht. Tütensuppen und Fertiggerichte ersetzen immer öfter selbst Gemachtes.

Recipeople

Recipeople ist ein Skill-Sharing-Format, bei dem Menschen, die in der Küche etwas können, zu einer Art „Kochkurs“ einladen. Wer also zum Beispiel weiß, wie man Sushi rollt, Bier braut oder Messer richtig schärft, der kann sein Wissen ab sofort mit anderen Menschen in informeller Runde teilen. Die meisten Recipeople-Treffen finden bei den Gastgeber/innen zu Hause statt, aber ein Ausflug kann auch Teil des Skill-Sharings sein. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Spaziergang im Wald zum Pilze sammeln?